Mehr über den Erfinder der Swatch Uhr

Erfunden hat die Swatch Uhr ein Mann namens Nicolas G. Hayek. Hayek ist Jahrgang 1928, im Libanon geboren und Sohn einer libanesischen Mutter und eines amerikanischen Vaters. Der Unternehmer hat die Schweizer Staatsbürgerschaft. Mitten in einer Krise der Schweizer Uhrenindustrie Anfang der 1980er Jahre hatte der Mathematiker und Physiker Hayek die Idee für die fetzige Uhr. Ihr Markenname wandelte sich von Bezeichnungen wie Second Watch über Swiss Watch schließlich zu Swatch. Die Plastikuhr, die mit bunten, fröhlichen und witzigen Designs ausgestattet war, bestand aus lediglich 51 genormten Teilen; deshalb konnte sie auch relativ kostengünstig hergestellt werden. Im Unterschied dazu haben traditionelle Uhren weit mehr Komponenten, nämlich zwischen 90 und 150. Anfänglich wurden die Uhren in den USA vermarktet. Was die Herstellung anbelangt, wurde der Uhrenmechanismus in einen vorgestanzten Plastikkörper eingeschweißt.
Bis 1984, so listet es die Firmenstatistik des weltgrößten Uhrenkonzerns auf, waren 800.000 Exemplare der Swatch verkauft worden. In dieser Zeit, und vor allem Anfang der 1990er Jahre, galt die Swatch aus der Schweiz längst als Kult-Uhr – alle sechs Monate brachte das Schweizer Unternehmen, das seinen Sitz im Kanton Bern hat, ein neues poppiges Modell mit schrillen Mustern und Farben auf den Markt. Es gab auch zahlreiche Entwürfe für die Swatch, die von Künstlern kreiert wurden.
Die Swatchuhr avancierte zum modischen Statussymbol und hat sich bis heute zu jeder Zeit geänderten Mode-Trends angepasst: Mal war sie verspielt, mal war sie sportlich, mal verfügte sie über ein edles Design. Die Qualität blieb immer gleich gut. Als vorteilhaft und für jedes Outfit passend erwiesen sich auch die teilweise austauschbaren Armbänder.
Längst hat sich eine große Sammlergemeinde um die Swatch gebildet, von der es mehr als 160 verschiedene Varianten gibt. Seltene Einzelstücke sind nach wie vor gefragt und erzielen bei Internet-Auktionen gute Preise. Inzwischen ist zwar der Run auf die modische Plastikuhr, wie er in den 1990er Jahren zu beobachten war, etwas abgeflacht, Stücke aus den limitierten Kollektionen sind jedoch nach wie vor sehr nachgefragt – und entsprechend teuer. Anfänglich war ein Preis von 80 bis 100 Schweizer Franken anvisiert worden. Die Spezial-Swatches der Sonderkollektionen unterscheiden sich von den Standardmodellen durch ein Platingehäuse, sie haben ein mechanisches Uhrwerk beziehungsweise eine eingebaute Diamantenlünette.
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